Hendschiker Trinkwasser; Stellungnahme Gemeinderat zur SRF-Rundschau vom 27.05.2020

28.05.2020

In der Gemeinde Hendschiken ist die Chlorothalonil-Problematik bekannt. Der Gemeinderat hat daher bereits im September 2019 entschieden, sämtliche Wassergewinnungsanlagen auf den Inhaltsstoff Chlorothalonilsulfonsäure (R417888) zu prüfen. Die Messungen fanden am 08. Oktober 2019 statt. Die Resultate wurden unter anderem in der «Dorfpost Hendschiken» (Seite 3) publiziert sowie im Rahmen des «HendschikerTalk» (29. Oktober 2019) der Dorfbevölkerung mitgeteilt. Ebenfalls erfolgte am 30. Oktober 2019 eine Publikation auf unserer Website.

Als Sofortmassnahme wurde insbesondere die Nutzung des Grundwasserpumpwerks Grundacher soweit als möglich zurückgefahren und der externe Bezug erhöht. Derzeit wird geprüft, ob weitere Bezugsmöglichkeiten genutzt werden können. Da jedoch allein im Kanton Aargau vermutlich rund zwei Drittel der Trinkwasserversorgungen von der Problematik betroffen sind, sind keine schnellen Lösungen zu erwarten. Der Gemeinderat Hendschiken begrüsst daher das per 01. Januar 2020 in Kraft getretene Verbot des Wirkstoffs Chlorothalonil als ersten wichtigen Schritt. Die Situation wird weiterhin ernst genommen und es wird alles darangesetzt, den Einwohnerinnen und Einwohnern auch künftig Trinkwasser in einwandfreier Qualität liefern zu können. Die in Aussicht (Sommer 2020) gestellten weiteren Informationen seitens des Bundesamts für Veterinärwesen und Lebensmittelsicherheit (BLV) werden mit Interesse erwartet.

Bezüglich des Metaboliten R471811 verweist der Gemeinderat Hendschiken auf die Medienmitteilung des Amts für Verbraucherschutz des Kantons Aargau vom 04. Februar 2020. Darin wird der Metabolit R471811 «nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht als krebserregend» eingestuft.

Das Hendschiker Trinkwasser wird weiterhin regelmässig beprobt. Falls angezeigt, werden zusätzliche Massnahmen getroffen und zudem wird die Dorfbevölkerung auch künftig auf verschiedenen Kanälen informiert.

 

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